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Open-Access-Policy der Universität Stuttgart

Die Universität Stuttgart begreift es als ihren Auftrag, zukunftsträchtige Innovationen zu entwickeln und die Bildung künftiger Generationen zu gewährleisten. Sie steht zu ihrer Verpflichtung, das Wissen und die gemeinsame Leistung ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

Aus diesem Grund unterstützt die Universität Stuttgart neben der elektronischen Veröffentlichungsmöglichkeit von Promotionen und Habilitationen weitere Open Access-Publikationsmodelle sowohl im Rahmen des so genannten „Goldenen Weges“ (Primärveröffentlichungen in Verlagsprodukten) als auch im Rahmen des so genannten „Grünen Weges“ (Preprint und Sekundärveröffentlichungen auf institutionellen Speichersystemen). Sie sieht darin einen Weg, allen Menschen einen freien und gleichberechtigten Zugang zu den Ergebnissen wissenschaftlichen Arbeitens zu ermöglichen und gleichzeitig für die optimale Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse zu sorgen.

Open Access-Veröffentlichungen in anerkannten und wissenschaftlich geprüften Medien erreichen einen höheren Grad an allgemeiner Verfügbarkeit als vergleichbare Veröffentlichungen in zugangsbeschränkten Medien. Publikationen im Open Access-Verfahren steigern somit auch die Verfügbarkeit der jeweiligen wissenschaftlichen Arbeiten und machen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die dahinter stehenden Universitäten und Institutionen nach außen hin sichtbarer.

Mit der Publikationsplattform OPUS verfügt die Universität Stuttgart über eine, auch im internationalen Vergleich, hervorragende Möglichkeit der Publikation im Open Access-Verfahren. So erreichte OPUS im „Ranking Web of World Repositories“ Platz 19 (von 1120 bewerteten) der institutionellen Repositorien weltweit (Stand: Januar 2011). OPUS ermöglicht sowohl Primär- als auch Sekundärveröffentlichungen. Im Zuge der wachsenden Bedeutung von Open Access-Publikationen wird das Publikationsportal OPUS in seiner Funktionalität laufend erweitert und an die aktuellen Anforderungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angepasst. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Einbettung in ein Netzwerk nationaler und internationaler Repositories, weil dadurch der freie Zugang zu wissenschaftlicher Information und der Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse noch stärker befördert wird.

Daher ermuntert und unterstützt die Universität Stuttgart ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausdrücklich dazu, ihre Forschungsergebnisse im Sinne der „Berliner Erklärung“1 über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen auf dem Weg des Open Access der weltweiten Wissenschaftscommunity sowie auch der allgemeinen Öffentlichkeit zu präsentieren. Dabei sollten sie auf einen Selbstbehalt der Verwertungsrechte für die elektronischen Versionen bestehen.

Die Universitätsbibliothek Stuttgart bietet dazu Beratung und Unterstützung an.

Stuttgart, den 28.02.2011

Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel
Rektor der Universität Stuttgart

1 http://oa.mpg.de/lang/de/berlin-prozess/berliner-erklarung/

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